Die Augenakupunktur nach Boel ist ein therapeutisches Verfahren, welches vor allem zur Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) eingesetzt wird. Bei der Augenakupunktur nach Boel werden bestimmte Triggerpunkte an Füßen, Stirn und Händen, sowie an den Knien durch den Einstich mit einer Nadel stimuliert. Diese Akupunktur besteht sowohl aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), der koreanischen Akupunktur als auch der japanischen ECIWO-Methode. Ihre Erfolgsquoten liegen bei über 80 %…
Raynaud-Syndrom – Ursachen, Symptome und Behandlung bei kalten Fingern
Das Raynaud-Syndrom, auch Raynaud-Phänomen genannt, ist eine anfallsweise auftretende Durchblutungsstörung, die vor allem die Finger und seltener die Zehen betrifft. Typisch sind plötzlich auftretende Farbveränderungen der Haut, kalte Hände, Taubheitsgefühle und gelegentlich Schmerzen. Ausgelöst werden die Beschwerden häufig durch Kälte oder emotionale Anspannung.
Beim Raynaud-Syndrom ziehen sich kleine Blutgefäße vorübergehend stark zusammen. Dadurch wird die Durchblutung einzelner Körperbereiche reduziert. Die Finger können zunächst weiß, anschließend bläulich und bei erneuter Durchblutung rötlich erscheinen.
Neben Maßnahmen zum Kälteschutz und einer gegebenenfalls notwendigen medizinischen Behandlung interessieren sich manche Betroffene auch für ergänzende Verfahren wie die Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM).
Was ist das Raynaud-Syndrom?
Das Raynaud-Syndrom ist eine funktionelle Störung der Gefäßregulation, bei der sich insbesondere die kleinen Arterien in den Fingern übermäßig stark zusammenziehen.
Diese vorübergehende Gefäßverengung wird als Vasospasmus bezeichnet. Während eines Anfalls gelangt weniger Blut in die betroffenen Finger, wodurch charakteristische Farbveränderungen und Missempfindungen entstehen können.
Die Anfälle dauern häufig wenige Minuten, können aber auch länger anhalten. Nicht bei allen Betroffenen treten sämtliche Farbveränderungen auf.
Welche Symptome sind typisch für das Raynaud-Syndrom?
Die Beschwerden entstehen meist an einzelnen oder mehreren Fingern beider Hände. Seltener sind Zehen, Nase oder Ohren betroffen.
Typische Symptome sind:
Plötzlich auftretende weiße oder bläuliche Verfärbungen der Finger
Auffallend kalte Hände und Finger
Taubheitsgefühl und eingeschränkte Sensibilität
Kribbeln, Stechen oder Schmerzen
Rötung und Wärmegefühl beim Wiedererwärmen
Beschwerden bei Kälte, Stress oder starken Temperaturwechseln
Warum werden die Finger weiß, blau und rot?
Die Farbveränderungen entstehen durch die wechselnde Durchblutung des Gewebes.
Weiße Phase: Die Blutgefäße verengen sich stark, wodurch die Blutversorgung vorübergehend abnimmt.
Blaue Phase: Durch die verminderte Sauerstoffversorgung kann sich die Haut bläulich verfärben.
Rote Phase: Wenn sich die Gefäße wieder erweitern und die Durchblutung zunimmt, kann eine Rötung entstehen.
Dieser dreiphasige Verlauf wird häufig als Trikolore-Phänomen bezeichnet. Allerdings müssen nicht immer alle drei Phasen auftreten.
Primäres und sekundäres Raynaud-Syndrom – was ist der Unterschied?
Medizinisch wird zwischen einem primären und einem sekundären Raynaud-Phänomen unterschieden.
Primäres Raynaud-Syndrom
Beim primären Raynaud-Syndrom liegt keine erkennbare zugrunde liegende Erkrankung vor.
Die Beschwerden beginnen häufig bereits im Jugendalter oder jungen Erwachsenenalter. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Die Anfälle können unangenehm sein, führen beim primären Raynaud-Phänomen jedoch normalerweise nicht zu dauerhaften Gewebeschäden.
Sekundäres Raynaud-Syndrom
Das sekundäre Raynaud-Syndrom tritt im Zusammenhang mit einer anderen Erkrankung oder bestimmten äußeren Einflüssen auf.
Zu den möglichen Ursachen gehören insbesondere rheumatologische und autoimmune Erkrankungen wie:
Systemische Sklerose (Sklerodermie)
Systemischer Lupus erythematodes
Mischkollagenosen
Weitere entzündlich-rheumatische Erkrankungen
Auch bestimmte Medikamente, berufsbedingte Vibrationseinwirkungen oder Gefäßerkrankungen können ein Raynaud-Phänomen begünstigen.
Wichtig: Ein sekundäres Raynaud-Syndrom kann mit Durchblutungsstörungen verbunden sein, die zu Hautgeschwüren oder Gewebeschäden führen. Eine sorgfältige medizinische Abklärung ist deshalb besonders wichtig.
Welche Ursachen und Auslöser hat das Raynaud-Syndrom?
Die unmittelbare Ursache eines Raynaud-Anfalls ist eine überschießende Verengung kleiner Blutgefäße.
Verschiedene Faktoren können das Auftreten begünstigen.
Kälte und Temperaturwechsel
Kälte gehört zu den häufigsten Auslösern. Bereits das Berühren kalter Gegenstände oder der Wechsel in einen kühleren Raum kann einen Anfall hervorrufen.
Stress und emotionale Belastungen
Das vegetative Nervensystem beeinflusst die Weite der Blutgefäße. Emotionale Anspannung kann deshalb bei entsprechend veranlagten Menschen einen Gefäßkrampf auslösen.
Stress ist jedoch nicht grundsätzlich die Ursache des Raynaud-Syndroms.
Nikotin und bestimmte Medikamente
Nikotin kann die Blutgefäße verengen und Beschwerden verstärken.
Auch einige Arzneimittel, beispielsweise bestimmte gefäßverengende Medikamente, können das Raynaud-Phänomen beeinflussen. Bestehende Medikamente sollten jedoch niemals ohne ärztliche Rücksprache abgesetzt werden.
Autoimmunerkrankungen und Gefäßveränderungen
Bei einem sekundären Raynaud-Syndrom können entzündliche Veränderungen oder strukturelle Schädigungen der Blutgefäße eine wichtige Rolle spielen.
Wie wird das Raynaud-Syndrom diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt zunächst anhand der typischen Beschwerden, der Krankengeschichte und einer körperlichen Untersuchung.
Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen einem primären und einem sekundären Raynaud-Phänomen.
Je nach Befund können folgende Untersuchungen sinnvoll sein:
Blutuntersuchungen auf bestimmte Autoantikörper
Untersuchung der kleinen Blutgefäße am Nagelfalz (Kapillarmikroskopie)
Überprüfung der Durchblutung und der Gefäßfunktion
Weitere rheumatologische oder angiologische Diagnostik
Eine frühzeitige Abklärung ist insbesondere bei erstmaligem Auftreten im höheren Lebensalter, einseitigen Beschwerden, Hautveränderungen oder zusätzlichen rheumatologischen Symptomen ratsam.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es beim Raynaud-Syndrom?
Die Behandlung hängt davon ab, ob ein primäres oder sekundäres Raynaud-Phänomen vorliegt und wie stark die Beschwerden ausgeprägt sind.
Kälteschutz und Vermeidung von Auslösern
Bei leichten Beschwerden stehen häufig vorbeugende Maßnahmen im Vordergrund.
Dazu gehören warme Handschuhe, das Warmhalten des gesamten Körpers, das Vermeiden abrupter Temperaturwechsel und der Schutz vor längerem Kontakt mit kalten Gegenständen.
Auch der Verzicht auf Nikotin ist wichtig.
Medikamente zur Gefäßerweiterung
Bei stärkeren oder häufigen Beschwerden können ärztlich verordnete gefäßerweiternde Medikamente eingesetzt werden.
Dazu gehören beispielsweise bestimmte Kalziumkanalblocker. Bei schweren Verläufen kommen weitere spezialisierte Behandlungsmöglichkeiten infrage.
Behandlung zugrunde liegender Erkrankungen
Bei einem sekundären Raynaud-Syndrom ist die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung besonders wichtig.
Dies kann eine Zusammenarbeit zwischen Hausarztpraxis, Rheumatologie und Gefäßmedizin erforderlich machen.
Raynaud-Syndrom aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
Die Traditionelle Chinesische Medizin betrachtet Beschwerden innerhalb eines eigenen traditionellen Erklärungsmodells.
Kältegefühle, Missempfindungen und Veränderungen der Durchblutung können in der TCM beispielsweise mit den Konzepten Kälte, Qi-Stagnation, Blut-Stase oder einem Yang-Mangel in Verbindung gebracht werden.
Diese Begriffe stammen aus der traditionellen chinesischen Krankheitslehre. Sie entsprechen nicht den medizinisch nachgewiesenen Ursachen oder gefäßphysiologischen Mechanismen des Raynaud-Syndroms.
Akupunktur bei Raynaud-Syndrom
Akupunktur wird im Rahmen der TCM auch bei Beschwerden eingesetzt, die mit Kälteempfindlichkeit und Missempfindungen verbunden sind.
Die Auswahl der Akupunkturpunkte erfolgt nach einer individuellen Befunderhebung und den traditionellen diagnostischen Gesichtspunkten der TCM.
Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen zur Akupunktur beim Raynaud-Phänomen. Die bisherige Studienlage reicht jedoch nicht aus, um eine zuverlässige Wirksamkeit nachzuweisen.
Akupunktur ist daher als ergänzendes naturheilkundliches Verfahren einzuordnen und ersetzt keine erforderliche ärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Weitere Informationen finden sich auf der Behandlungsseite Akupunktur bei Raynaud-Syndrom in Nürnberg.
Kann Stress das Raynaud-Syndrom verstärken?
Das vegetative Nervensystem steuert unter anderem die Regulation der Blutgefäße.
Bei emotionaler Anspannung kann die Aktivität des sympathischen Nervensystems zunehmen. Dadurch können sich Blutgefäße verengen und bei entsprechender Veranlagung Raynaud-Anfälle ausgelöst werden.
Entspannungsverfahren, Atemübungen und ein bewusster Umgang mit Stress können für manche Betroffene hilfreich sein, um Belastungen im Alltag besser zu bewältigen.
Ein gesicherter Nachweis, dass solche Maßnahmen die zugrunde liegende Erkrankung behandeln, besteht jedoch nicht.
Wann sollte das Raynaud-Syndrom ärztlich abgeklärt werden?
Wiederkehrende Farbveränderungen der Finger, ausgeprägte Kälteempfindlichkeit oder Schmerzen sollten medizinisch eingeordnet werden.
Eine besonders sorgfältige Untersuchung ist bei einseitigen Beschwerden, offenen Hautstellen, starken Schmerzen oder Verdacht auf eine zugrunde liegende Autoimmunerkrankung erforderlich.
Bei anhaltend blassen oder blauen, stark schmerzhaften Fingern oder Zeichen einer Gewebeschädigung ist eine umgehende ärztliche Abklärung notwendig.
Raynaud-Syndrom und Akupunktur in Nürnberg – Beratung im Heilzentrum Helios
Im Heilzentrum Helios in Nürnberg bietet Heilpraktiker Markus Ritz Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin als ergänzende naturheilkundliche Verfahren an.
Im persönlichen Gespräch können die bestehenden Beschwerden, bereits erfolgte medizinische Untersuchungen und mögliche ergänzende Anwendungen besprochen werden.
Insbesondere bei einem sekundären Raynaud-Syndrom ist die ärztliche Betreuung der zugrunde liegenden Erkrankung von besonderer Bedeutung.