+49 (0) 911 5874137 [email protected]

Alexandra Künstler

Alexandra Künstler

Alexandra Künstler

Was verstehe ich unter „Trauma“? Was biete ich an?

Wenn es für Symptome wie Ängste, chronische Schmerzen, Schlafstörungen, Depressionen,Selbstwertprobleme etc. keine Erklärung zu geben scheint oder wiederkehrende Schwierigkeitenin beruflichen und /oder privaten Beziehungen vorliegen, könnte es sein, dass Sie unter denFolgen eines Traumas leiden, auch wenn Sie sich nicht daran erinnern.

Ein Trauma entsteht nicht nur durch große Katastrophen oder durch das Erleben von psychischer oder körperlicher Gewalt, sondern alles, was ein Gefühl von absoluter Hilflosigkeitund Ausgeliefertsein hervorruft, kann traumatisierend wirken. Traumatische Erfahrungen, sogarbereits solche aus vorgeburtlicher und früher Kindheit verursachen eine Spaltung zwischen Psyche und Körper. Erinnerungen rutschen ins Unbewusste, Körpersymptome lassen sich nicht zuordnen, Emotionenwerden nicht gefühlt,…

Frühkindliche Erfahrungen, insbesondere die Qualität der Bindung zur Mutter und den engstenBindungspersonen, sind entscheidend für unsere psychische Entwicklung und wirken sich nachhaltig auf das gesamte Leben aus. Unverarbeitete, schmerzhafte Erlebnisse – wie zum Beispiel der Verlust von Nähe, emotionales nicht beantwortet werden, Grenzverletzungen und Gewalterfahrungen (körperlich, sexuell, psychisch),…-beeinflussen unser Verhalten auf unbewusste Weise und wiederholen sich oft in unserem Alltag, in Beziehungen, im Beruf und im Verständnis von uns und der Welt. Je weniger wir unsere Vergangenheit spüren und Zugang zu ihr haben, desto tiefer wirkt sie unbewusst und beeinflusst unser aktuelles Leben, Empfinden und Verhalten. Der sicher gut gemeinte Rat-schlag, im „Jetzt“ zu leben, ist somit meist wenig hilfreich, da genau diese Orientierung im „Hier und Jetzt“ oft erst mal nicht gehalten werden kann, da Trigger die Vergangenheit in die Gegenwart zu holen scheinen. Verdrängte Traumata beinhalten Gefühle wie z.B.Ohnmacht, Angst, Trauer, Scham und Wut, die nicht verarbeitet werden konnten. Diese ungelösten Emotionen lösen Konflikte aus und tauchen immer wieder auf, besonders in Momenten, in denen sie „getriggert“ werden. Doch auch ohne spezifische Auslöser können unverarbeitete Traumata immer wieder Situationen schaffen, die uns an das ursprüngliche Erleben erinnern, manchmal auch in Form von körperlichen Symptomen.

Ein Monotrauma, also ein einzelnes , meist intensives traumatisches Ereignis wie etwa ein schwerer Unfall, eine Naturkatastrophe oder ein Verbrechen kann zur Verarbeitung eine andere therapeutische Unterstützung benötigen als komplexe Traumatisierungen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, tiefe Spuren im gesamten Organismus hinterlassen und weitreichende Folgen haben. Oft zeigt sich, dass ein Monotrauma von Menschen, die bereits unter frühkindlichen Bindungstraumatisierungen gelitten haben deutlich schwerer verarbeitet werden kann, also von Menschen, die aufgrund sicherer Bindungserfahrungen auch einen guten Kontakt zu sich selbst aufbauen konnten.

Keine Therapie kann die schmerzliche Vergangenheit löschen. Auch eine traumatische Kindheit lässt sich nicht „umschreiben“. Aber wir können lernen, diese Erfahrungen zu verarbeiten oder besser gesagt, zu „verschmerzen“, indem wir uns heute dem verdrängten Schmerz stellen und ihn schrittweise im geschützten Rahmen zulassen. Durch den emotionalen Zugang zu diesen verdrängten Gefühlen können sie integriert werden. Es wird erfahrbar, dass die Gefühle, die uns damals an den Rand des Erträglichen geführt haben und daher abgespalten werden mussten, zunehmend jetzt, als erwachsene Person „haltbar“ werden. Die tiefen Wunden, auch solche aus der frühesten Kindheit können heilen, wir können aus der Spaltung herausfinden und wieder ganz werden. Was wir nicht länger verdrängen müssen, wird sich in der Gegenwart nicht mehr unbewusst wiederholen. Viele Therapiekonzepte setzen auf kognitive Methoden. Zwar helfen Gespräche dabei, innere Konflikte zu verstehen und zu erklären, doch die tiefen, emotionalen und impliziten Ebenen, auf denen sich unsere inneren Muster verfestigt haben, sind mit Sprache schwer zu erreichen. Einige therapeutische Verfahren zielen darauf ab, verdrängte Konflikte zu vermeiden und setzen stattdessen auf die Stärkung von Abwehrmechanismen, also verstärken „Trauma – Überlebensstrategien“. Das kann meiner Erfahrung nach die Integration und Verarbeitung der verdrängen Erlebnisse eher behindern .Unverarbeitete Emotionen und Gefühle verschwinden nicht, indem wir sie unterdrücken oder durch neue Verhaltensweisen ersetzen.

Die gute Nachricht: Traumata sind integrierbar. Ein zunehmend selbstbestimmtes und freudvolles Leben ist möglich. Allerdings kommt dies nicht von allein. Aus meiner Erfahrung ist es dazu nötig der eigenen Realität zu begegnen und sich den (verdrängten) eigene Gefühlen zuzuwenden. Nur so können sie in die Gesamtpersönlichkeit wieder hineingenommen werden und brauchen kein abgespaltenes / verdrängtes „Eigenleben“ mehr zu führen. Der eigene Körper mit den gespeicherten Empfindungen und Erinnerungen kann hier eine wichtige, wegweisende Rolle spielen.
Dazu bedarf es fachkundiger therapeutischer Unterstützung und der Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit sich selbst. Ein Trauma zu verarbeiten ist ein schrittweiser Prozess der Zeit braucht und in mehreren Phasen verläuft. Es ist eine Reise zu sich selbst, zu der Person, die Sie wirklich sind – jenseits aller Anpassungs- und Überlebensstrategien.

Gerne begleite ich Sie mit Respekt, Empathie und Achtsamkeit.

Grundlage für meine therapeutische Arbeit sind die neue Trauma- und Bindungsforschung, körperorientierte Verfahren sowie die Identitätsorientierte Psychotrauma-Theorie (IoPT). Die Methoden, die ich einsetze sind vielfältig, Sie orientieren sich immer an Ihnen und Ihrem individuellen Prozess.

Weitere Informationen finden Sie auch auf meiner Homepage: www.alexandra-kuenstler.de

Für einen ersten Kontakt und zur Terminvereinbarung schreiben sie mir bitte eine e-mail [email protected] oder rufen mich an 0160 7211276 Ich freue mich auf Sie!

Ich biete Einzeltherapie sowie mehrmals pro Monat IoPT-Gruppen an. Zudem Infoabende zur Einführung in Theorie und Praxis der Identitätsorientierten Psychotraumatherapie.

Bitte sehen Sie die aktuellen Gruppen- und Info-Termine im Veranstaltungskalender https://heilzentrum-helios.de/veranstaltungen/

Weitere Informationen:

https://www.alexandra-kuenstler.de/ueber-uns

Was bedeutet IoPT?
Selbstbegegnung mit der Anliegenmethode auf Grundlage der Identitätsorientierten Psychotraumatheorie (IoPT)

Wer bin ich und was will ich? Diese Fragen sind zentral für uns alle. Lebe ich mein Leben nach meinen eigenen Vorstellungen? Pflege ich gesunde Beziehungen? Oder folge ich einem Leben, das nicht wirklich meins ist? Orientiere ich mich an meinen eigenen Bedürfnissen oder an denen anderer Menschen? Bin ich von Verhaltensmustern geprägt, die mir schaden, aber schwer zu durchbrechen sind? Und was ist meine wahre, gesunde Identität?

Viele Probleme haben ihre Ursachen an anderer Stelle, als wir es vermuten. Diese Verschiebung der Ebenen und/oder Zeiten sind uns jedoch meistens nicht bewusst. Abgespaltene und verdrängte Gefühle erzeugen die Tendenz zu ihrer Wiederholung. Viele aktuelle Konflikte beruhen auf alten, ungelöst gebliebenen Traumatisierungen.

Die Selbstbegegnungen mittels der Anliegenmethode tragen dazu bei, diese verborgenen psychischen und z.T. auch physischen Realitäten zu erkennen und emotional zu verarbeiten, sodass wir die Vergangenheit nicht ständig unbewusst wiederholen.

Die Anliegenmethode basiert auf der Identitätsorientierten Psychotraumatheorie (IoPT) die von Prof. Dr Franz Ruppert entwickelt wurde. Sie nutzt Resonanzphänomene, um Zugang zu unbewussten, oft frühkindlich oder vorgeburtlich gespeicherten psychischen Strukturen, Gefühlen und Erfahrungen zu erhalten. So können wir unsere Trauma-Überlebensstrategien erkennen und verdrängte Erfahrungen emotional verarbeiten. Ziel ist es, schrittweise gesunde psychische Anteile zu stärken, eine stabile, gesunde Ich-Struktur aufzubauen und abgespaltene Trauma-Gefühle zu integrieren, somit also aus der Fragmentierung zurück zu innerer Ganzheit. zu gelangen.

Der Ausgangspunkt für die therapeutische Arbeit ist Ihr Anliegen. Das Anliegen ist z.B.Ihre Intention für die Therapiesitzung, der Grund für Ihr Kommen, was Sie erreichen wollen. Es kann ein Ziel, ein Wunsch, eine Fragestellung sein, also das, womit Sie sich innerlich auseinandersetzen und voran kommen wollen. Es ist die innere Spur mit sich in Kontakt zu kommen und die psychischen Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Heilung geschieht durch Selbstregulation. Durch Traumatisierungen fragmentiert unsere Psyche und verliert die Möglichkeit, sich selbständig wieder aus dieser Fragmentierung zu befreien. Mit den sogenannten Selbstbegegnungen wird ein Raum geöffnet in welchem sich innere Anteile verändern können und Selbstregulation wieder möglich wird.

Diese Methode kann genutzt werden, wenn die Person, die an sich arbeiten möchte, ein eigenes
Anliegen ohne Unterstützung selbst formuliert.

Das Anliegen ist meist ein Satz, eine Frage oder eine Zeichnung/Symbol.

Während der Arbeit kommen Sie mit inneren Persönlichkeitsanteilen in Kontakt, Sie begegnen sich quasi selbst, daher die Bezeichnung „Selbstbegegnung“ .Dies bietet einen differenzierten Zugang zu Ihrer inneren psychischen Struktur. Die Selbstbegegnungen ermöglichen tiefgreifende, heilende Entwicklungsimpulse.

Die Arbeit kann in der Gruppe, im Einzelsetting, oder auch online stattfinden. In einer Gruppe werden die Elemente des Anliegens durch die Auswahl von anderen Gruppenteilnehmer/innen
als „Resonanzgeber“ gespiegelt, in der Einzelarbeit arbeite ich mit Filzplatzhaltern und Sie erspüren in der Resonanz selbst, was sich in den Anteilen Ihres Anliegens zeigt. Die Gruppen bieten für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Möglichkeit, auch ohne eigene Arbeit tiefe Erkenntnisse in psychische Prozesse zu gewinnen. Ich begleite die Sebstbegegnungen professionell und achtsam.

Die Gruppentermine entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungskalender. Ich biete gemischte Gruppen an, sowie Gruppen nur für Frauen. Für die Teilnehme ist Anmeldung erforderlich.

Weitere Informationen finden Sie auch auf meiner Homepage: www.alexandra-kuenstler.de

Für einen ersten Kontakt und zur Terminvereinbarung schreiben sie mir bitte eine e-mail [email protected] oder rufen mich an 0160 7211276 Ich freue mich auf Sie!

 

Pin It on Pinterest

Share This
Datenschutz-Übersicht
Logo Heilzentrum Helios

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.

Unbedingt notwendige Cookies

Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.

Webanalyse mit Matomo

Diese Website verwendet zusätzliche Cookies, um Nutzungsdaten über Matomo lokal zu erfassen. Hierbei wird kein Drittanbieter kontaktiert.